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Herbstzeitlose - so giftig sind Blätter und co.

Herbstzeitlose im Garten
Herbstzeitlose im Garten
Quelle: © garten-heimat.de
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von
Michael Hirschmiller
Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) blüht von August bis Oktober und ist neben der Engelstrompete ein Kandidat, der zwar schön anzusehen ist, aber auf keinen Fall unterschätzt und verwechselt werden sollte. Vorsicht giftig!

Sind Herbstzeitlose Blüten und Blätter giftig?

Mit der Pflanzenart Herbstzeitlose ist definitiv nicht zu spaßen: Sie ist eine giftige Pflanze und kann Sie sogar umbringen. Dabei kann die Vergiftung auch sehr unangenehm sein und zum Beispiel durch Atemlähmung begleitet werden, und das bei vollem Bewusstsein.

Die giftige Wirkung ist auf die enthaltenen Alkaloide zurückzuführen. Vor allem Colchicin ist hierfür verantwortlich. Schon 20 Milligramm davon stellen eine tödliche Dosis dar, das entspricht fünfzig Gramm der Blätter der Pflanze oder fünf Gramm der Samen.

An was kann man Herbstzeitlosen erkennen?

Gerade im Frühling, wenn die Laubblätter der Pflanze wachsen, kann sie leicht mit Bärlauch verwechselt werden. Auch der Küchenzwiebel und dem Krokus sieht sie teilweise ähnlich.

So können Sie sichergehen

Das Laub der Herbstzeitlosen wird bis zu 40 Zentimeter lang. Ein sehr charakteristisches Merkmal sind die Stängel der Blätter: Während zum Beispiel beim Bärlauch die Blätter jeweils einen eigenen Stängel haben, teilen sich bei der Herbstzeitlosen mehrere Blätter einen Stängel. Dabei sind sie rosettenartig ineinander gerollt.

Außerdem hat die Herbstzeitlose im Gegensatz zum Bärlauch keinen Mittelnerv auf der Unterseite der Blätter. Zu guter Letzt sind bei den Blättern der Herbstzeitlosen beide Seiten glänzend, beim Bärlauch dagegen ist die Unterseite matt.

Lesetipp: Auch der Fingerhut, gilt als giftige Pflanze!

Wie lässt sich die Herbstpflanze bekämpfen?

Haben Sie Herbstzeitlose im Garten, so müssen Sie sich auf eine längerfristige Arbeit zur Bekämpfung einstellen. Da die Zwiebeln sehr tief ins Erdreich hineinreichen, reichen normale Herbizide nicht aus.

Warten Sie stattdessen den Moment ab, in dem die Zwiebeln am schwächsten sind: Im Frühjahr zwischen Ende April und Anfang Mai. Entfernen Sie nun (mit Handschuhen) alle Blätter, Blütenstiele und Samenkapseln der Pflanzen, können sie sich nicht mehr regenerieren.

Womöglich müssen Sie dies in den folgenden Jahren noch einige wenige Male wiederholen.

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