garten heimat logo

Hokkaido Kürbis im eigenen Gemüsebeet pflanzen und richtig pflegen

Hokkaido Kürbis im Garten
Hokkaido Kürbis im Garten
Quelle: © garten-heimat.de
-
von
Kevin Schlosser
Kürbisse sind im Herbst ein absolutes Lieblingsgemüse und es gibt sie in unzähligen Sorten. Der Hokkaido Kürbis (Uchiki kuri) ist durch sein nussiges Aroma und gelbes Fruchtfleisch besonders beliebt. So pflanzen sie ihn richtig an!

Wann sollte man den Hokkaidokürbis anpflanzen?

Da Kürbisse schon unter fünf Grad Celsius Schäden davontragen, sollten sie erst ab Mitte Mai im Freiland ausgesät werden. Natürlich können sie auch ab April im Haus angezogen werden, um den Pflanzen einen kleinen Vorsprung zu verschaffen.

Kürbisse sind Dunkelkeimer, daher sollten sie mindesten zwei bis drei Zentimeter tief in den Boden oder in den Anzuchttopf gesät werden.

Damit die Samen möglichst gleichzeitig keimen, empfiehlt es sich diese in Wasser vorquellen zu lassen. Nach acht Tagen sollten die ersten Pflanzen zu sehen sein.

Beachten Sie: Kürbisse können bereits unter 5 Grad Celsius Schäden von kalten Temperaturen davontragen.

Die Kürbispflanzen können ausgepflanzt werden, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Der Topf sollte von den Wurzeln gut durchwachsen sein und die Pflanzen sollten mindestens zwei gut entwickelte Blätter besitzen.

Um die Pflänzchen zu akklimatisieren, können sie wenige Tage vor dem Auspflanzen ins Freie gestellt werden. So lange die Kürbispflanzen noch klein sind und die Nächte kalt werden können, ist es ratsam diese nachts mit einem Vlies zu bedecken.

Was ist der ideale Standort für den Hokkaido Kürbis?

Die Ranken der Kürbisse wachsen sehr schnell und benötigen eine große Fläche. Jungpflanzen sollten mindestens mit 1,5 Metern Abstand ausgepflanzt werden, damit sich das Blatt- und Wurzelwerk ideal entwickeln kann.

In einem ausreichend großen Kübel ist die Anzucht ebenso möglich. Der Platzbedarf kann eingeschränkt werden, indem die Ranken regelmäßig abgeschnitten, umlenkt oder Rankgitter angeboten werden.

Generell gilt: Halten Sie beim Anpflanzen einen Mindestabstand von 1,5 Metern ein.

Kürbisse benötigen sehr viele Nährstoffe. Werden sie auf einem Komposthaufen angepflanzt, muss fast nicht gedüngt werden, an anderen Standorten jedoch schon.

Auch eine Humusschicht auf der Gartenerde kann die Bodenqualität für die Kürbispflanzen verbessern. Wenn die Pflanzen nicht auf Kompost gepflanzt wurden, müssen sie während der Vegetationsperiode reichlich gedüngt werden.

Organische Dünger, wie zum Beispiel Hornspäne, Pferdemist oder Guano sind dafür perfekt geeignet
Kürbispflanzen stammen ursprünglich aus Mittelamerika und lieben es daher warm und hell. An einem sonnigen Standort bilden sie besonders viele, große Früchte. Im Schatten fallen die Früchte oft ab, bevor sie zur Ernte bereit sind.
Junger Hokkaido-Kürbis
Quelle: © garten-heimat.de

Die Kürbispflanzen richtig pflegen und schützen

Unkräuter haben im Schatten der Kürbisblätter keine Chance sich auszubreiten, gejätet werden müssen sie also nicht. Die großen Blätter verlieren leider auch viel Wasser bei starker Sonneneinstrahlung.

Die Pflanzen haben einen hohen Wasserbedarf und sollten gezielt und nahe an der Pflanze gegossen werden. Wenn die Blätter zu viel Wasser abbekommen, besteht die Gefahr dass sich Mehltau bildet.

Ungefähr zweieinhalb Monate nach der Aussaat wird die Kürbispflanze ihre ersten Blüten tragen. Die männlichen Blüten zeigen sich zuerst. Sie verfügen über lange Staubgefäße, in denen sich der Pollen für die Bestäubung bildet.

Eine Verdickung hinter der Blüte zeigt sich an den wenige Tage später erscheinenden weiblichen Blüten. Dieser Fruchtknoten entwickelt sich später zur Kürbisfrucht. Wenn alle Blüten an der Pflanze stehen gelassen werden, bilden sich viele kleine Früchte.

Sollen größere, aber dafür weniger Früchte geerntet werden, können die ersten zwei bis drei Blüten der Pflanze entfernt werden. Eine Handbestäubung der Blüten ist nicht notwendig, da Bienen und Hummeln die Kürbisblüten gerne besuchen.

Die reifenden Kürbisfrüchte sollten nach Möglichkeit nicht direkt auf dem Boden aufliegen, damit sie nicht faulen. Ein Bett aus Stroh oder eine andere Unterlage wie ein Brett oder ein Stück Styropor können Abhilfe schaffen. Die kleinen Kürbisse sollten möglichst nicht verletzt werden.

Wann sind die Hokkaido Kürbisse reif zum Ernten?

Reife Kürbisse klingen hohl, wenn auf sie geklopft wird, und haben eine kräftige orange Färbung. Außerdem werden die Stiele durch Verholzung härter. Lässt sich der Stiel mit einem einfachen Messer nicht mehr durchtrennen, ist der Kürbis reif zur Ernte.

Die Kürbisse können mit einer scharfen Gartenschere geerntet werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, den Stielansatz mit abzuschneiden und die Frucht nicht zu verletzen, damit sich der Kürbis länger lagern lässt.

Bei trockenem Wetter ist die Ernte empfehlenswert da die Gefahr, dass sich Pilze an der entstehenden Wunde ansiedeln, geringer ist. Auf jeden Fall sollten die Kürbisse vor dem ersten Frost geerntet werden.

Sie möchte mehr erfahren? Dann schauen Sie doch mal bei den Tipps zum Olivenbaum schneiden vorbei!

Mehr zum Thema

Garten Heimat Newsletter Cover
starmagnifiercrosschevron-down