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Pak Choi pflanzen – 5 Fragen zum richtigen Anbau

Pak Choi im Topf
Pak Choi im Topf
Quelle: © garten-heimat.de
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von
Nelly Frank
Keine Lust, den würzig-bitteren Blattkohl zu kaufen? Pak Choi pflanzen ist einfach und schon nach wenigen Wochen können Sie die festen Köpfe ernten. Wie es klappt, zeigen wir Ihnen hier!

1. Welchen Standort benötigt der Senfkohl?

Ursprünglich stammt Pak Choi (Brassica rapa subsp. Chinensis), auch Pak Choy oder Bok Choi genannt, aus China. Optisch erinnert er an Mangold, ist aber mit Chinakohl verwandt.

Auch hier finden die zarten Blätter des chinesischen Senfkohls immer mehr Anhänger, die den würzig-herben Geschmack schätzen. Was die Wachstumsbedingungen angeht, ist er anspruchslos und gedeiht im Freiland als auch Topf.

Am besten wächst er an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Als Starkzehrer benötigt Pak Choi einen humosen, nährstoffreichen Boden. Ist die Erde zu mager, sollten Sie diese vor der Aussaat mit reifem Kompost anreichern.

Achtung: Pak Choi sollte nach der Ernte drei Jahre nicht im selben Beet gepflanzt werden.

2. Wann ist der ideale Zeitpunkt für die Aussaat?

Das exotische Gemüse ist frostempfindlich und sollte erst nach den Eisheiligen gesät werden. Da das Blattstielgemüse wie Spinat zu den Langtagpflanzen zählt, ist eine Aussaat im Freiland allerdings ab Mitte Juli empfehlenswerter. Bei langen Licht- und kurzen Dunkelphasen beginnt Pak Choi zu schossen und die Blätter werden holzig.

Gut zu wissen: Möchten Sie dem Blattkohl einen Wachstumsvorsprung verpassen, können Sie ihn ab Mitte April auf der Fensterbank vorziehen. Nach vier Wochen sind die Setzlinge groß genug und können umgepflanzt werden.

Anbau im Garten

Sobald das Beet vorbereitet ist, kann die Aussaat beginnen. Ziehen Sie Rillen und legen Sie die Saatkörner einen Zentimeter tief in die Erde. Der Pflanzabstand sollte je nach Sorte zehn bis 20 Zentimeter betragen. Damit die Samen erfolgreich keimen, sollte die Erde leicht feucht gehalten werden. Schon nach wenigen Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge.

Achten Sie ebenfalls auf eine geeignete  Mischkultur. Gute Nachbarn sind Bohnen, Erbsen, Kohlrabi oder Tomaten. Mit anderen Kohlgewächsen sowie Radieschen kommt Pak Choi weniger gut aus.

Anbau im Topf

Die Kohlpflanzen bilden flache Wurzeln aus und eignen sich daher ideal als Topfkultur. Füllen Sie das Pflanzgefäß mit einer lockeren sowie nährstoffreichen Gemüseerde. Für eine optimale Versorgung können Sie einen Langzeitdünger zufügen. Pak Chois sind wasserliebende Pflanzen und benötigen regelmäßig Wasser.

Achtung: Wichtig ist, dass Sie kein Substrat verwenden, in dem vorher andere Kreuzblütler wie Kohlrabi oder Rettich stand. Dies wirkt sich schlecht auf den Wuchs des Pak Chois aus.

3. Was ist bei der Pak Choi Pflege zu beachten?

Ist der Senfkohl erfolgreich aufgekeimt, benötigt er kaum Aufmerksamkeit. Halten Sie die Erde stets feucht, vermeiden Sie aber Staunässe. Eine dünne Mulchschicht verhindert, dass die Feuchtigkeit verdunstet.

Zudem hilft es dem Wuchs, wenn Sie den Boden regelmäßig auflockern und von Beikräutern befreien. Haben Sie die Erde vor der Aussaat mit Kompost angereichert, ist eine weitere Düngergabe nicht mehr notwendig.

Tipp: Schützen Sie die zarten Pflänzchen mit einem Schneckenring vor hungrigen Schnecken.

4. Wie wird Pak Choi geerntet und gelagert?

Nach etwa acht Wochen sind die Köpfe des Senfkohls bereit zur Ernte. Sie können die Blätter entweder wie bei einem Pflücksalat einzeln abschneiden oder den gesamten Kopf ernten.

Die druckempfindlichen Blätter sollten Sie zügig verarbeiten. In ein feuchtes Tuch eingewickelt, hält sich das Gemüse bis zu einer Woche im Kühlschrank. Mitsamt der Wurzel geerntet und in feuchtem Sand eingeschlagen, bleibt Pak Choi an einem kühlen Ort (etwa im Keller) mehrere Wochen frisch.

Alternativ können Sie das Blattkohlgemüse einfrieren. Allerdings müssen Sie den Pak Choi zuerst kurz blanchieren, da rohe Blätter nach dem Auftauen matschig werden und an Geschmack verlieren. Eingefrorener Pak Choi ist bis zu vier Monate haltbar.

5. Was sind die besten Pak Choi Sorten für Beet und Topf?

Möchten Sie mehr Abwechslung auf dem Teller? Der Kreuzblütler wartet mit einer Vielzahl an Sorten auf, die sich in Geschmack, Form und Größe unterschieden. Sie ergänzen asiatische Gerichte oder sind roh eine tolle Zugabe zu Salaten.

Wir stellen Ihnen unsere Favoriten vor, die Sie im Beet als auch Topf anbauen können:

  • Mini Pak Choi: eine kleine Sorte mit zarten, aromatischen Blättern. Diese Sorte ist schon nach 50 Tagen erntereif.
  • Pak Choi Sagami: Senfkohl mit weißen Blattrippen und dunkelgrünen Blättern. Sehr ergiebige Sorte, die angebraten ihren vollen Geschmack entfaltet.
  • Pak Choi Arax: besondere Sorte mit roten Blättern, die in jedem Stadium geerntet werden können. Der Geschmack ist eher süßlich, mit einer feinen Senfnote.
  • Tatsoi: kälteresistenter Rosetten-Pak Choi mit kurzer Standzeit, das sich als Wintergemüse eignet. Geerntet werden entweder einzelne Blätter oder die gesamte Pflanze.

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