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Tomaten pflanzen – 5 Schritte vom Anbau bis zur Ernte

Tomatenpflanze im Garten
Tomatenpflanze im Garten
Quelle: © garten-heimat.de
Mai 10, 2022
Nelly von garten-heimat
Tomaten (Lycopersicum esculentum) zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten, denn kaum eine Pflanze wird so oft angepflanzt wie diese. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in 5 Schritten Tomaten pflanzen und was es dabei zu beachten gibt.

Schritt 1: Tomaten vorziehen

Das Vorziehen junger Tomatenpflänzchen bietet Hobbygärtnern einige Vorteile: Sie können aus einem breiten Sortiment wählen, was Farbe, Form und Geschmack betrifft. Zusätzlich sparen Sie eine Menge Geld, da ein Tütchen Saatgut oft den gleichen Preis hat wie eine Jungpflanze aus der Gärtnerei.

Außerdem ist die Freude kaum zu beschreiben, wenn aus einem winzigen Samenkorn eine stattliche Pflanze heranwächst.

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Der richtige Zeitpunkt zum Aussäen

Aufgrund der langen Reifezeit müssen Tomaten wie Auberginen im Haus vorgezogen werden. Für eine erfolgreiche Kultivierung sind sie auf Licht und Wärme angewiesen. Der richtige Zeitpunkt ist deshalb ab Mitte März, wenn sie auf der Fensterbank ausreichend Sonne tanken können.

Hinweis: Bei Lichtmangel entwickeln sich die Keimlinge schlecht und vergeilen“. Das erkennen Sie an einem langen, dünnen Stängel, der mit hellgrünen Blättern bestückt ist.

Tomaten aussäen

Für die Anzucht benötigen Sie eine Anzuchtschale und eine nährstoffarme Anzuchterde. Stecken jeweils ein Samenkorn pro Fach und gießen Sie anschließend an. Achten Sie darauf, das Substrat gleichmäßig feucht zu halten.

Gut zu wissen: Tomatensamen zählen zu den Lichtkeimern, da sie die hellroten Spektralbereich der Sonnenstrahlen zum Keimen benötigen. Es reicht demnach aus, wenn die Samen leicht mit Erde bedeckt sind.

Das Saatgut keimt zuverlässig bei Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad Celsius. Acht bis zehn Tage nach der Aussaat stecken die Keimlinge ihre Stiele aus der Erde. Jetzt mögen sie es etwas kühler bei 16 bis 18 Grad Celsius – idealer Standort ist auf der Fensterbank an einem Südfenster.

Tomatenpflanzen pikieren

Sobald sich die ersten Blätter ausgebildet haben, wird es den Keimlingen in der Anzuchtschale zu klein und müssen pikiert werden. Heben Sie dazu den Keimling mit einem Pikierstab oder einem Löffel vorsichtig aus der Schale.

Setzen Sie anschließend jeden Keimling in ein separates Gefäß, welches mit Anzuchterde gefüllt ist. Wählen Sie nicht zu kleine Töpfe: Zehn Zentimeter Durchmesser sind ideal. Achten Sie zusätzlich darauf, dass überschüssiges Wasser nach dem Gießen abfließen kann.

Schritt 2: Standort für Tomaten wählen

Die aus Mittel- und Südamerika stammende Pflanze liebt einen sonnigen und warmen Standort. Als sogenannte Starkzehrer benötigen sie für einen gesunden Wuchs einen humus- und nährstoffreichen Boden. Arbeiten Sie deshalb vor dem Pflanzen reifen Kompost unter die Erde.

Unser Tipp: Bevor Sie die Jungpflanzen in ihr vorgesehenes Beet pflanzen, ist es ratsam sie abzuhärten. Stellen Sie die Setzlinge ab Anfang Mai tagsüber an einen warmen, windgeschützten Standort und bringen Sie sie am Abend wieder ins Haus.

Tomaten im Freiland pflanzen

Die Setzlinge dürfen zeitgleich mit den jungen Zucchinipflanzen in ihr vorgesehenes Beet umziehen.  Der beste Zeitpunkt ist nach den Eisheiligen, sobald kein Spätfrost mehr droht.

Heben Sie im Beet ein Loch aus, das etwas größer als der Wurzelballen des Setzlings ist. Setzen Sie ihn bis zum untersetzten Blattansatz hinein und füllen Sie dieses mit Erde auf. Damit die wachsenden Pflanzen sich nicht in die Quere kommen, sollten Sie einen Abstand von 50 Zentimetern einhalten.

Gießen Sie die Tomaten nach dem Pflanzen kräftig an. Für einen sicheren Stand benötigen Stabtomaten eine Rankhilfe, etwa Spiralstäbe aus Edelstahl.

Achtung: Desinfizieren Sie die Spiralstäbe mit hochprozentigem Alkohol, um mögliche Keime abzutöten und eine Ausbreitung zu verhindern.

Tomaten im Gewächshaus

Wollen Sie die Tomaten ins Gewächshaus pflanzen, ist das bereits wie bei Rote Beete Ende April möglich. Im Unterschied zum Freiland müssen Sie hier einen größeren Abstand (60 bis 80 Zentimeter) einhalten, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten.

Zusätzlich haben sich Schnüre als Rankhilfe besser bewährt als Stäbe. Befestigen Sie eine Schnur an einer oberen Strebe und binden Sie das untere Ende in einer lockeren Schlaufe am Stiel des Setzlings fest. Die Tomate wächst dann an der Schnur entlang nach oben.

Tomaten pflanzen im Topf

Auch wenn Sie keinen Garten haben, müssen Sie auf das köstliche Gemüse nicht verzichten. Die Lösung: der Anbau im Topf. Besonders gut eignen sich Dwarf-, Cherry- oder Cocktailtomaten.

Das sollten Sie unbedingt beachten:

  • Wählen Sie einen Topf mit mindestens 20 Litern Fassungsvermögen.
  • Die Setzlinge dürfen erst nach den Eisheiligen in den endgültigen Topf umziehen.
  • Als Starkzehrer gedeihen Tomaten im Topf in reifem Kompost am besten.
  • Pflanzen Sie nur eine Tomate pro Topf und stützen Sie sie mit einer Rankhilfe.
  • Platzieren Sie den Topf an einem sonnigen, windgeschützten Standort.
  • Flüssigkeit verdunstet im Topf schneller. Deshalb ist regelmäßiges Gießen und Düngen unverzichtbar für eine reiche Ernte.
Tomatensetzling
Quelle: © garten-heimat.de

Schritt 3: Mischkultur bei Tomaten

Eine Mischkultur wirkt sich auf Tomaten und ihre Beetpartner gleichermaßen positiv aus. Richtig angewandt beugt sie Krankheiten vor und vertreibt Schädlinge. Zudem werden die vorhandenen Nährstoffe im Boden optimal genutzt und die Ernte fällt ertragreicher aus.

Tomaten pflanzen im Topf

Gute Beetpartner für Tomaten, die sich gegenseitig unterstützen, sind verschiedene Salate, Spinat, Kohlgewächse und Buschbohnen. Kräuter wie Kamille, Petersilie und Basilikum vertreiben mit ihren ätherischen Düften ungeliebte Schädlinge wie Blattläuse.

Findet sich in den Reihen noch etwas Platz, können Sie dazwischen Knoblauch stecken. Dieser vertreibt Weiße Fliegen erfolgreich.

Schlechte Nachbarn neben Tomaten vermeiden

Schlechte Nachbarn haben ähnliche Bedürfnisse an den Standort und Nährstoffe wie Tomaten. Zu ihnen zählen Gurken, Erbsen, Fenchel und Paprika.

Achtung: Eine miserable Kombination sind Tomaten und Kartoffeln, da Kartoffeln fast ausnahmslos von der Kraut- und Braunfäule befallen werden. Der Pilz infiziert nahestehende Tomaten und gefährdet somit die gesamte Ernte.

Schritt 4: Tomatenpflanzen pflegen

Schlechte Nachbarn haben ähnliche Bedürfnisse an den Standort und Nährstoffe wie Tomaten. Zu ihnen zählen Gurken, Erbsen, Fenchel und Paprika.

Achtung: Eine miserable Kombination sind Tomaten und Kartoffeln, da Kartoffeln fast ausnahmslos von der Kraut- und Braunfäule befallen werden. Der Pilz infiziert nahestehende Tomaten und gefährdet somit die gesamte Ernte.

Gießen

Tomaten benötigen für die Ausbildung reifer Früchte eine regelmäßige Wasserzufuhr. Ist die Erde zu trocken, können die Früchte platzen.

Beim Gießen sollten sie darauf achten, die Pflanzen von unten zu wässern und die Blätter nicht zu benetzen. Halten Sie die Erde stets feucht, sodass sie nie vollständig austrocknet.

Tipp: Graben Sie neben die Tomatenpflanze einen Tontopf ein, den Sie regelmäßig mit Wasser füllen. Er gibt langsam und stetig die Flüssigkeit an die Wurzeln ab und versorgt so die Tomate optimal.

Düngen

Tomaten sind hungrige Gesellen, die sich über zusätzliche Nährstoffe freuen. Beginnen Sie mit dem Düngen, sobald die jungen Pflanzen eine Höhe von 20 Zentimetern erreicht haben.

Als Düngemittel eignen sich organische Dünger mit einem hohen Kaliumanteil. Sie sind im Fachhandel als Tomatendünger erhältlich. Alternativ können Sie eine selbsterstellte Brennnesseljauche ins Gießwasser geben.

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Tomaten ausgeizen

Ausgeizen bedeutet, dass die jungen Triebe in den Blattachsen einer Stabtomate gekappt werden. Grund für die Maßnahme: Die sogenannten Geize bilden mehr Blätter und weniger Blüten aus, die der Pflanze Nährstoffe entziehen.

Kleine Geize können Sie mit den Fingern kappen, für größere empfiehlt sich der Einsatz einer Gartenschere.

Tomatenernte
Quelle: © garten-heimat.de

Schritt 5: Tomaten ernten und lagern

Nicht jede Tomate zeigt es auf Anhieb, ob die Früchte reif sind. Bei dunklen Sorten ist es anhand der Färbung schwer auszumachen, wann Sie diese pflücken dürfen. Denn: Unreife Früchte enthalten einen hohen Anteil an Solanin. Bei Verzehr drohen Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen.

Machen Sie daher den Knicktest. An der Rispe befindet sich eine kleine verdickte Stelle. Eine reife Tomatenfrucht löst sich ohne Widerstand, wenn Sie diese Stelle knicken.

Unreife Tomaten bleiben dagegen hängen – ein Zeichen dafür, dass sie mehr Zeit benötigen.

Wollen Sie Tomaten einige Tage lagern, bevor Sie sie verarbeiten, können Sie die Früchte mitsamt der Rispe ernten. So lassen sie sich bei Zimmertemperatur in einem dunklen Raum mehrere Tage aufbewahren.

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