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Gurken pflanzen - 5 Tipps für den Anbau

Im Hochbeet angepflanzte Gurke
Im Hochbeet angepflanzte Gurke
Quelle: © garten-heimat.de
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von
Michael Hirschmiller
Gurkenpflanzen gelten als besonders pflegebedürftig und empfindlich. Sie brauchen Sonne, jede Menge Wasser und sind anfällig für Pflanzenkrankheiten. Mit unseren 5 Tipps gelingt der Gurkenanbau trotzdem leicht und sicher.

1. Gurken zum richtigen Zeitpunkt pflanzen

Gurken können ins Freiland gepflanzt werden, sobald keine Nachtfröste mehr drohen. Dies ist meist etwa ab Mitte Mai der Fall, wenn man auch Tomaten pflanzen kann.

Im beheizten Gewächshaus können die Setzlinge schon ab Anfang April gepflanzt werden.

Wer seine Gurkensetzlinge selber ziehen will, kann dies im Gewächshaus oder auf der Fensterbank tun.

Achtung: Gurken keimen schnell. Daher sollte man die Gurken erst zwei bis drei Wochen vor der Pflanzung aussäen. Dazu gibt man je zwei bis drei Samen in Töpfe mit Aussaaterde.

2. Gurkensorte beachten

Im Groben gibt es drei Typen von Gurken: die empfindlichen Salatgurken, die robusten Feldgurken und die kleinen Einlegegurken.

Salatgurken heißen nach ihrer Form auch Schlangengurken. Sie werden im Normalfall im Gewächshaus kultiviert. Einige neuere Sorten haben nur weibliche Blüten und tragen sicher Früchte.

Feldgurken werden auch Schälgurken genannt, weil ihre zähere Schale meistens vor dem Verzehr abgeschält wird. Sie können genau wie Einlegegurken im Freien gezogen werden. Es gibt einige Sorten, die sowohl für das Gewächshaus als auch für die Freilandkultur geeignet sind. Hier sollte man sich vor der Pflanzung genau informieren.

Reife Gurke am Hochbeet
Quelle: © garten-heimat.de

3. Bodenbeschaffenheit beachten

Gurken gehören zu den Starkzehrern. Sie brauchen daher einen nährstoffreichen Boden. Daneben sollte der Boden locker und möglichst humusreich sein. Er sollte nicht zum Verschlämmen neigen, damit die Wurzeln der Pflanzen gut belüftet werden.

Am besten reichert man den Boden vor der Pflanzung mit einem organischen Dünger wie gut abgelagertem Pferdemist, Rinderdung oder auch mit Kompost an.

4. Standortwahl und Abstände zu anderen Pflanzen

Gurken sind Sonnenkinder. Sie brauchen einen vollsonnigen Standort, ganz gleich, ob im Freiland oder im Gewächshaus.

Im Freiland sollte man darauf achten, dass der Standort windgeschützt und eher feucht ist. Gurken haben einen hohen Wasserbedarf.

Wird die Gurke im Gewächshaus aus Klarglas kultiviert, sollten die Scheiben die Möglichkeit zum Schattieren haben. Gurkenblätter sind empfindlich und können in der prallen Mittagssonne ansonsten verbrennen.

Gurken werden normalerweise in Reihen kultiviert. Innerhalb einer Reihe sollte der Abstand um die 40 cm betragen. Gurken im Gewächshaus brauchen einen Abstand zwischen den Reihen von 130 bis 170 cm, im Beet sind wegen der kürzeren Vegetationsperiode 100 cm ausreichend.

Gurken brauchen viel Platz. Bevor sie jedoch den ganzen Platz brauchen, können in den Lücken noch Radieschen, Rucola oder andere schnelle Kulturen angebaut werden. Diese sind schon abgeerntet, wenn die Gurken ihren Platz beanspruchen.

5. Gurken richtig pflegen

Gurken sind nicht nur Starkzehrer, sondern auch richtig durstig. Dementsprechend müssen sie bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden.

Es hat sich bewährt, morgens mit lauwarmem Wasser zu gießen. Eine Mulchschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen und außerdem die Gurken vor Verschmutzung.

Im Freiland eignet sich zum Beispiel Stroh, im Gewächshaus darf es auch Rasenschnitt sein.

Als Ausgangsdüngung eignet sich reifer Kompost oder Kuhmist. Im Lauf der Zeit kann aber gut mit Flüssigdünger, wie zum Beispiel auch selbst angesetzter Beinwelljauche oder Brennnesseljauche, nachgedüngt werden. Auch Steinmehl eignet sich.

Gurkenpflanze
Quelle: © garten-heimat.de

Im Gewächshaus werden die Pflanzen normalerweise an Fäden aufgeleitet. Dafür spannt man unter dem Dach des Gewächshauses einen Draht, an dem man Fäden herunterhängen lässt. Alle paar Tage wickelt man den Neuaustrieb um die Fäden. Die Pflanzen werden dann am Faden emporranken.

Auch im Freiland kann man die Pflanzen aufleiten. Hierzu braucht man dann ein stabiles Rankgerüst. Die Gurken können aber auch auf dem Boden kriechend gezogen werden.

Bei Freilandgurken ist der falsche Mehltau verbreitet. Hier kann es helfen, alle zwei Wochen mit Schachtelhalmbrühe zu spritzen. Zudem ist es vorbeugend hilfreich, beim Gießen die Blätter nicht zu benetzen.

Im Gewächshaus tritt häufiger echter Mehltau auf. Hier helfen genügend große Pflanzabstände. Es gibt auch resistente Sorten.

Gegen die ebenfalls häufig auftretenden Spinnmilben kann man mit Nützlingen vorgehen. Bei veredelten Gurken ist die Widerstandskraft gegen Pilzerkrankungen erhöht.

Um einen guten Ertrag zu bekommen, sollte man die Gurken regelmäßig abernten. Alle paar Tage sollte man die Pflanzen durchpflücken – bei Einlegegurken darf es auch eine tägliche Ernte sein.

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