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Buschbohnen pflanzen – 6 Anbautipps für Bohnen im Garten

Buschbohnen Pflanze im Garten
Buschbohnen Pflanze im Garten
Quelle: https://pixabay.com/de/photos/bohnen-blatt-lebensmittel-5466103/
Mai 3, 2022
Nelly von garten-heimat
Einmal angebaut, machen Buschbohnen kaum Arbeit und liefern eine reiche Ernte. Bei guter Pflege können Sie die ersten Hülsen acht Wochen nach der Aussaat genießen. Wie Sie Buschbohnen pflanzen, pflegen und ernten, erfahren Sie hier.

1. Buschbohnen vorziehen

Wollen Sie den Pflänzchen einen Wachstumsvorsprung für eine frühere Ernte verschaffen, können Sie Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus) in kleinen Töpfen ab Ende April im Gewächshaus vorziehen.

Steht kein Gewächshaus zur Verfügung, keimen die Samen auf einer warmen Fensterbank ebenfalls erfolgreich.

Dürr Samen Buschbohnen-Mischung (grün, gelb & blau)*
  • Cropper Teepee (grün)
  • Golden Teepee (gelb)
  • Purple Teepee (blau)

Letzte Aktualisierung am 17.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Das Vorziehen ist ähnlich einfach wie die Anzucht von Auberginen. Füllen Sie kleine Töpfchen mit einer nährstoffreichen Erde. Damit die Bohnen schneller keimen, legen Sie diese für 24 Stunden ins Wasser.

Setzen Sie etwa drei bis fünf Bohnen in die Mitte und drücken Sie diese zwei Zentimeter tief ins Substrat. Halten Sie die Erde feucht.

Tipp: Damit die jungen Pflanzen keinen Temperaturschock erleiden, härten Sie diese eine Woche vor dem Auspflanzen ab.

Sind die ersten Keimblätter zu sehen, platzieren Sie die Töpfchen an einen kühleren Standort. Sobald kein Spätfrost mehr droht, dürfen sie ab Mitte Mai ins Beet.

2. Anbau von Bohnen: der richtige Standort

Gartenbohnen sind anspruchslos, was den richtigen Standort betrifft. Am besten wachsen sie an einem Plätzchen im Garten, das warm und sonnig ist. Ist der Boden ausreichend warm, gedeihen sie sogar an einem halbschattigen Standort.

Anders als beim Anbau von Tomaten müssen Sie das Beet nicht vorbereiten. Der Boden ist idealerweise tiefgründig und nicht verkrustet. Ist letzteres der Fall, lockern Sie die Erde durch Hacken auf und entfernen gleich Unkraut.

3. Schnittbohnen – Fruchtfolge und Mischkultur beachten

Als Schwachzehrer eignen sich Bohnen ideal als Nachkultur, da sie kaum Nährstoffe benötigen. Pflanzen Sie Bohnen nach starkzehrendem Gemüse wie Kartoffeln, Kohl und Zucchini. Standen allerdings zuvor andere Bohnen, etwa Dicke Bohnen oder Erbsen im Beet, sollten Sie einen anderen Standort wählen.

Auch hier hat sich der Anbau in einer Mischkultur bewährt. Gute Nachbarn sind Gurken, Rote Beete, Salate oder Tomaten. Besonders gut gedeihen Buschbohnen, wenn Sie Bohnenkraut dazwischen pflanzen - das hält die Schwarze Bohnenlaus fern.

Schlechte Nachbarn sind hingegen Erbsen und andere Bohnen, etwa Stangen- und Feuerbohnen.

4. Buschbohnen säen: Aussaat im Freiland

Statt Bohnen vorzuziehen, können Sie diese direkt im Beet aussäen. Da sie allerdings kälteempfindlich sind, müssen Sie bis nach den Eisheiligen ab Mitte Mai warten. Auch der Boden sollte mindestens zehn Grad Celsius betragen, sonst keimen die Samen nicht.

Bei Bohnen können Sie zwischen zwei Arten der Aussaat entscheiden: Horst- oder Reihensaat. Letzteres kennen Sie von anderem Gemüse, etwa Kohlrabi, das in einer Reihe gepflanzt wird. Dazu ziehen Sie eine drei Zentimeter tiefe Saatrille und legen im Abstand von fünf Zentimetern eine Bohne hinein.

Bei der Horstsaat legen Sie vier bis sechs Samen in ein Pflanzloch. Der Abstand zum nächsten Horst sollte 40 Zentimeter betragen, da sich die Pflanzen beim Wachsen sonst in die Quere kommen. Schließen Sie das Loch und gießen Sie kräftig an.

Diese Methode hat den Vorteil, dass die jungen Pflanzen sich gegenseitig stützen und somit standfester sind. Besonders auf schweren Böden ist dies zu empfehlen.

Tipp: Um den Erntezeitraum zu verlängern, empfiehlt es sich, Buschbohnen bis Ende Juli im Abstand von zwei Wochen nachzupflanzen.

5. Grüne Bohnen pflegen

Buschbohnen bleiben klein und benötigen im Gegensatz zu kletternden Stangenbohnen keine Rankhilfe. Für mehr Halt sollten Sie die Pflanzen allerdings, sobald diese etwa zehn Zentimeter hoch sind, anhäufeln. Das regt das Wurzelwachstum an und beschert Ihnen eine reiche Ernte.

Sobald sich die ersten Blüten entwickeln, benötigen die Gartenbohnen zum Ausbilden von Früchten viel Wasser. Halten Sie die Erde daher stets feucht, da bei Trockenheit die Blüten abfallen.

Damit die Pflanzen die Flüssigkeit besser aufnehmen, hacken Sie den Boden regelmäßig durch und entfernen Sie Unkraut. Das Auflockern hat zudem den Vorteil, dass Sie Wurzelfliegen vertreiben.

6. Buschbohnen ernten und lagern

Frühe Sorten sind bereits sechs bis acht Wochen nach der Aussaat erntereif. Um die Erntezeit zu verlängern, empfiehlt es sich junge Bohnen zu pflücken, wenn die Hülsen nur kleine Körner enthalten. So bilden die Pflanzen regelmäßig neue Fruchtansätze.

Nachdem die letzten Hülsen abgeerntet sind, schneiden Sie nur den oberen Teil der Bohnenpflanze ab und belassen die Wurzeln in der Erde. An den Wurzeln befinden sich sogenannte Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und an die Umgebung abgeben.

Werden Sie mit Bohnen regelrecht überschwemmt, können Sie das Gemüse einfrieren. Die Vorgehensweise ist ähnlich wie beim Haltbarmachen von Spinat: Putzen Sie die Bohnen und entfädeln Sie diese bei Bedarf. Blanchieren Sie die grünen Stangen anschließend zwei Minuten, schrecken Sie diese mit kaltem Wasser ab und geben Sie sie portionsweise in geeignete Gefrierbehälter oder –tüten.

Achtung: Rohe Bohnen sind giftig, da sie Phasin enthalten. Er löst Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall aus. Kochen Sie grüne Bohnen mindestens zehn Minuten, um den Stoff zu zerstören.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Buschbohnen im Hochbeet pflanzen?

Das Hochbeet ist für den Anbau von Buschbohnen besonders gut geeignet, da die Erde darin eine konstant warme Temperatur aufweist. Ein weiterer Vorteil: die angenehme Höhe erleichtert Ihnen später die Ernte. Bester Zeitpunkt ist ab Mitte Mai. Sie können die Bohnen entweder direkt ins Hochbeet aussäen oder vorgezogene Jungpflanzen setzen. Beachten Sie hierbei den Pflanzabstand, halten die Erde stets feucht und setzen Sie gute Nachbarn dazu.

Kann ich grüne Bohnen im Topf pflanzen?

Gartenbohnen eignen sich ebenfalls für die Kultur im Topf, da sie niedrig wachsen und keine Rankhilfe benötigen. Entscheidend ist hier der richtige Standort: Am besten steht der Kübel an einem sonnigen und warmen Plätzchen.

Was die Topfgröße betrifft, sollte dieser etwa 20 Zentimeter tief sein, damit die Wurzeln Platz haben, sich zu entwickeln. Für eine Horstsaat reicht ein Pflanzgefäß mit einem Volumen von fünf Litern aus. Als Substrat eignet sich normale Blumenerde. Halten Sie diese stets feucht.

Was sind beliebte Sorten?

Im Handel findet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Sorten, die sich in Farbe, Größe und Geschmack unterscheiden. Hier sind einige Empfehlungen unseres Teams, die für Abwechslung auf dem Teller sorgen:

  • Amethyst: etwa 15 Zentimeter lange, fadenlose, blaue Hülsen
  • Borlotto: klassische Sorte mit rot-grün geflammten Hülsen
  • Cupidon: zarte, hellgrüne Filetbohne mit hohem Ertrag
  • Pfälzer Juni: fadenlose, frühe Sorte mit breiten Hülsen
  • Red Swan: Bohne mit kräftig pinken Hülsen
  • Supernano Gaillo: frühe Sorte mit flachrunden, hellgelben Hülsen
  • Yin Yang: ausgereifte Bohnen sind schwarz-weiß gemustert und erinnern an das chinesische Zeichen Yin Yang
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