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Schildläuse erkennen und effektiv bekämpfen

Illustration einer Schildlaus
Illustration einer Schildlaus
Quelle: © garten-heimat.de
Mai 2, 2022
-
von
Kevin Schlosser
Schildläuse sind kleine Läuse, die sich auf Pflanzen niederlassen und dort ihre Eier ablegen. Mit ihren Mundwerkzeugen saugen sie die Pflanze förmlich aus. Findet man diese kleinen Tierchen auf seinen Pflanzen, dann sollte gehandelt werden.

Welche Pflanzen werden typischerweise von den Schädlingen befallen?

Die anfälligste Pflanze unter allen Gartenpflanzen ist z.B. der Zitrusbaum, der ganz besonders gerne von der Schildlaus besetzt wird. Aber auch viele blühende Bäume und Fruchtbäume sind besonders anfällig für den Befall dieses Schädlings.

Gerne siedelt er sich auf Maulbeerbäumen, Olivenbäumen und auch Pfirsichbäumen an. Aber auch Rote Johannisbeeren, Hortensien, Oleander, Flieder, Weinreben und auch Linden werden von der Laus gerne befallen.

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Eher selten aber steht beispielsweise ein Apfelbaum auf dieser Liste der bevorzugten Wirtspflanzen.

Gut zu wissen: Nicht nur Pflanzen im Zier- und Nutzgarten können von Schildläuse befallen sein. Auch Zimmerpflanzen werden häufig Opfer dieser Pflagegeister.

Aber nicht nur Gartenpflanzen nutzt diese Laus als Wirt, sondern auch Zimmerpflanzen sind vor seinem Befall nicht geschützt. Orchideen, Palmen und auch der Ficus Benjamini (Birkenfeige) werden von der Schildlaus gerne ausgesucht.

Wie lässt sich eine Schildlaus identifizieren?

Von den Schildläusen gibt es weltweit über 3000 Arten, wovon allein in Europa 90 Arten identifiziert sind. Mit ihrer geringen Körpergröße von 0,6 mm bis hin zu der größten Art mit einer Körperlänge von bis zu 38 mm sind sie nicht immer ganz leicht mit dem bloßen Auge zu erkennen. Zudem weisen die weiblichen und männlichen Schildläuse unterschiedliche, äußere Merkmale auf. Wo das Männchen beflügelt ist und kein Mundwerkzeug aufweist, lebt das Weibchen in großen Kolonien mit anderen Läusen zusammen. Das Weibchen verfügt wiederum über einen Saugrüssel, hat einen schildförmigen Körper und schließt sich nach der Eierablage in einer Kapsel ein.

Schildläuse sind auf eine sehr gute Tarnung angewiesen, deshalb findet man sie vorzugsweise auf der Blattunterseite der Pflanze, wo sie nicht sofort ins Auge fällt. Zudem kann sie sich der Farbe des Blattes oder des Astes farblich so gut anpassen, dass sie praktisch mit ihrer Umgebung verschmilzt.

Oftmals wird sie erst dann entdeckt, wenn ihre klebrige Ausscheidung als Tropfen von den Blättern fällt oder wenn plötzlich viele Ameisen auf der Pflanze auftauchen. Bei der Berührung der Blätter oder Äste kann man ganz eindeutig das klebrige Sekret der Ausscheidungen ausmachen.

Ein eindeutiges Anzeichen für das Vorhandensein von Schildläusen ist neben den genannten Punkten natürlich der äußere Anschein der betroffenen Pflanzen selbst. Vertrocknete und abfallende Blätter sowie auch schlappe, herunterhängende Blätter und verdorrte Früchte sind ein Anzeichen für den Befall von Schädlingen.

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Damit lassen sich Schildläuse bekämpfen!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese schädlichen Schmarotzer zu bekämpfen. Sowohl eine rein biologische als auch eine chemische Bekämpfung ist möglich. Aber auch mit nützlichen kleinen Helfern kann man der befallenen Pflanze helfen.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Wie bei den lästigen Blattläusen können auch diese Schädlinge mit biologischen Mitteln bekämpft werden. Dabei haben sich einige Hausmittel sehr bewährt. So kann es beispielsweise helfen, wenn man mit einer Sprühflasche, in der sich ein Gemisch aus Wasser und Spülmittel befindet, die befallene Pflanze einsprüht. Aber auch heißes Wasser und Kern – oder Schmierseife gemischt wirken hier sehr gut. Dazu einfach die gesamte Pflanze besonders an den Stellen, wo die Schildläuse sich besonders angesammelt haben, einsprühen und einwirken lassen.

Es ist auch hilfreich, die Sprühflasche vorher gut zu schütteln, bis sich Schaum gebildet hat und die Stellen dann mit dem Schaum zu benetzen. Meistens kann man direkt beobachten, wie die Schildläuse mit der Mischung gemeinsam abrutschen und abfallen.

Chemische Schädlingsbekämpfung

Chemische Mittel zur Bekämpfung basieren meist auf einer bestimmten Art von Öl, die dann auf die befallenen Stellen aufgetragen werden. Hierbei ist es vor allen Dingen wichtig, vorher an einer Stelle der Pflanze auszuprobieren, ob diese das Mittel verträgt.

Es gibt chemische Mittel zu kaufen, die auf die Pflanze direkt aufgetragen werden oder z.B. in Form von Stäbchen über das Wurzelwerk aufgenommen werden müssen. In beiden Fällen nimmt die Pflanze die Inhaltsstoffe dann über ihren Kreislauf auf und leitet diese in die gesamte Pflanze weiter. Das bedeutet allerdings, dass die Inhaltsstoffe dann auch in den Früchten zu finden sind, die später vielleicht gegessen werden sollen.

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Bekämpfung mit Nützlingen aus der Natur

Um den richtigen Nützling zur natürlichen Bekämpfung der Schildlaus zu finden, sollte ein Fachmann vorab die Art und Gattung der befallenden Schildlaus bestimmen. Hier kann dann der Einsatz von einigen Schlupfwespenarten den erwünschten Erfolg bieten.

Schildlaus Befall vorbeugen

Um dem Pflanzenbefall mit Schildläusen schon im vorneherein keine Chance zu bieten ist das wichtigste Kriterium zur Vermeidung die Gesundheit der Pflanze. Besonders anfällig sind alle Pflanzenarten dann, wenn sie aufgrund von Licht – und Nährstoffmangel oder auch zu großer und trockener Hitze geschwächt und gestresst sind. Deshalb sind der ideale Standort, ausreichende Wasserzufuhr und die Versorgung mit Nährstoffen der beste Beitrag zur Gesundheit der Pflanze und gleichzeitig der beste Schutz vor dem Befall mit Schildläusen.

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