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Rosmarin pflegen – so wird der Halbstrauch richtig versorgt

Rosmarin im Hochbeet
Rosmarin im Hochbeet
Quelle: © garten-heimat.de
November 29, 2022
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von
Nelly Frank
Die aromatischen Nadeln des Rosmarins sind ein beliebtes Würzmittel für mediterrane Gerichte. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Rosmarin pflegen, um das ganze Jahr in seinen Genuss zu kommen.

Der ideale Standort für Rosmarin

Der zur Familie der Lippenblütler gehörende Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein anspruchsloses Gewürzkraut, das eine Bereicherung im heimischen Garten ist. Ursprünglich stammt der immergrüne Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum, wo er an felsigen Küstenhängen wächst. Schaffen Sie Rosmarin ähnliche Bedingungen, wird er es Ihnen mit aromatischen Blättern danken.

Experten-Tipp: Neben Kräutern wie Lavendel oder Thymian gedeiht er besonders gut.

Rosmarin fühlt sich an einem warmen sowie hellen Standort am wohlsten. Ideal steht er an in einem Pflanzkübel an einer Hauswand. Hier ist er vor Wind und Wetter geschützt und kann bei Minusgraden mühelos mobilisiert werden.

Für einen gesunden Wuchs ist eine magere, durchlässige Erde empfehlenswert. Schwere, lehmige Böden können Sie auflockern, wenn Sie Sand oder feinen Kies beimischen.

Rosmarin richtig pflegen: achtsam gießen

Rosmarinus officinalis hat sich optimal an eine karge Umgebung angepasst, sodass er mit Hitze und Trockenperioden umgehen kann. Die stark verzweigten Wurzeln wachsen in die Tiefe und holen sich dort alles, was der Halbstrauch zum Wachsen benötigt, etwa Flüssigkeit und Nährstoffe. Steht Ihr Rosmarin im Beet, müssen Sie nur selten zur Gießkanne greifen. Oft reicht ihm ein Regenschauer aus, um nicht zu verdursten.

Rosmarin Nahaufnahme
Quelle: © garten-heimat.de

Anders sieht es aus, wenn das Küchenkraut im Topf kultiviert wird. Hier können sich die Wurzeln nur begrenzt ausbreiten und sind auf Wassergaben angewiesen. Zwar sollte Rosmarin regelmäßig, allerdings sparsam gegossen werden. Denn auf Überwässerung und Staunässe reagiert er empfindlich, was zur Wurzelfäulnis führen kann. Ist die oberste Erdschicht angetrocknet, ist es Zeit zum Wässern.

Rosmarinus officinalis schneiden

Der immergrüne Halbstrauch kann das ganze Jahr über beerntet werden. Dafür werden einzelne Triebspitzen abgeschnitten. Regelmäßiges Ernten reicht jedoch nicht aus, damit Rosmarin über Jahre hinweg vital wächst. Mit der Zeit verholzt die Pflanze und verkahlt von unten. Um dies zu vermeiden, benötigt der Strauch einen zusätzlichen Rückschnitt.

Bester Zeitpunkt für diese Pflegemaßnahme ist das Frühjahr nach der Blüte. Allerdings sollten Sie mit dem Schneiden warten, bis kein Frost mehr zu erwarten ist.

So gehen Sie vor:

  • Verwenden Sie nur sauberes sowie scharfes Schneidewerkzeug
  • Entfernen Sie zunächst alle kranken sowie abgestorbenen Triebe
  • Lichten Sie zu dicht stehende Triebe aus
  • Schneiden Sie die verbliebenen Triebe oberhalb der verholzten Stelle ab
  • Achten Sie beim Rückschnitt darauf, nicht ins alte Holz zu schneiden, da sonst kein Neuaustrieb erfolgt

Rosmarin richtig überwintern

Rosmarin ist zwar winterfest, aber nicht winterhart. Temperaturen bis minus acht Grad Celsius hält er mit einem guten Winterschutz aus. Lange Kälteperioden mit zweistelligen Minusgraden bedeuten den Tod für das mediterrane Kraut.

Besonders ausgepflanzte Exemplare sind anfällig. Bedecken Sie die Erde sowie den Wurzelbereich mit einer dicken Schicht Laub. Anschließend muss die Krone vor Schnee und Kälte geschützt werden. Diese können Sie mit Reisig oder Vlies abdecken. Achten Sie dabei, dass ausreichend Luft zirkulieren kann.

Unser Tipp: Möchten Sie auf Nummer Sicher gehen, sollten Sie auf eine winterharte Sorte zurückgreifen, etwa „Veitshöchheimer Rosmarin“ oder „Blue Winter“.

Im Kübel gezogene Rosmarin-Pflanzen lassen sich einfacher zu überwintern. Sobald es kälter wird, sollte er in ein frostfreies Winterquartier ziehen. Am liebsten überwintert Rosmarin an einem hellen Standort bei 12 Grad Celsius. Dazu eignen sich eine helle Garage, ein unbeheizter Wintergarten oder Gewächshaus. Denken Sie allerdings daran, das Gewächs gelegentlich zu gießen, damit es keinen Trockenstress erleidet.

Krankheiten und Schädlinge am Rosmarinus officinalis

Der hohe Gehalt ätherischer Öle macht es Schädlingen schwer, sich auf dem Halbstrauch niederzulassen. Muss er allerdings widrigen Umständen trotzen, etwa einem falschen Standort oder einer zu dichten Bepflanzung, haben Krankheiten und Schädlinge leichtes Spiel.

Gelegentlich treten Blattläuse, Spinnmilben oder Schildläuse auf. Mit einer Seifenlauge lassen sich diese schnell und einfach wieder vertreiben.

Zu häufiges Gießen führt zur Wurzelfäule und begünstigt Pilzkrankheiten, etwa Mehltau oder Grauschimmel.

Häufig gestellte Fragen

Wieso hat mein Rosmarin gelbe Nadeln?

Einzelne Blätter, die sich gelb verfärben, sind vollkommen normal. Verfärben sich allerdings ganze Triebe, sollten Sie auf die Suche nach der Ursache gehen. Mögliche Auslöser können sein:

  • Zu stark gegossen
  • Falscher Standort
  • Schädlinge

Häufigste Ursache für gelbe Nadeln ist zu viel Feuchtigkeit. Ist dies der Fall, sollten Sie das Gießen vorerst einstellen. Steht der Rosmarin im Topf, sollte das alte Substrat zusätzlich ausgetauscht werden.

Wann sollte ich Rosmarin im Kübel umtopfen?

Junge Rosmarin-Pflanzen benötigen etwa alle zwei Jahre einen größeren Topf. Spätestens wenn die Wurzeln das Gefäß zu sprengen drohen, sollten Sie diesen austauschen. Ältere Pflanzen wachsen langsam und werden seltener umgepflanzt. Bester Zeitpunkt für den Umzug in ein neues Pflanzgefäß ist im Frühjahr, bevor er in die Wachstumsperiode übergeht.

Muss ich Rosmarin düngen?

Hat Rosmarinus officinalis ideale Bedingungen zum Wachsen, benötigt er kaum Pflege. Steht er aber mehrere Jahre an demselben Platz im Beet oder wurde nicht umgetopft, zerrt er mit der Zeit sämtliche Nährstoffe aus der Erde. Mit einer gezielten Düngergabe können Sie den Halbstrauch unterstützen und für die kommende Saison wappnen.

Eine einmalige Gabe im Frühjahr reicht aus, damit er ausreichend versorgt ist. Als Düngemittel eignen sich Kompost, Hornspäne oder ein organischer Flüssigdünger.

Ist blühender Rosmarin essbar?

Nach der Winterpause bilden sich an den Trieben hellblaue Blüten. Anders als Petersilie ist Rosmarin während und nach der Blütezeit genießbar. Sowohl die aromatischen Nadeln als auch die zarten Blüten sind essbar. Letztere verleihen Salaten oder Desserts einen besonderen Geschmack und sind ein absoluter Geheimtipp.

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