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Jostabeeren schneiden: So klappt der Rückschnitt

Die pflegeleichten Jostabeeren sind ein absoluter Geheimtipp für den Nutzgarten. Die aromatischen Beeren sind eine gelungene Kreuzung der Stachelbeere und der Schwarzen Johannisbeere, die sich in der Küche vielfältig verwenden lassen. Für eine ertragreiche Ernte ist ein jährlicher Rückschnitt notwendig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten Jostabeeren schneiden!

Oktober 5, 2021
Nelly von garten-heimat
Jostabeere im Garten
Jostabeere im Garten
Quelle: © garten-heimat.de

Was sind Jostabeeren?

Die Jostabeere (Ribes x nidigrolaria) ist eine Kreuzung der Schwarzen Johannisbeere und Stachelbeere.Aus botanischer Sicht gehören Jostabeeren wie die Elternpflanzen zu den Stachelbeergewächsen. Der Name setzt sich aus den Wortteilen „Jo“ (Johannisbeere) und „Sta“ (Stachelbeere) zusammen.

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Versuche, eine dornenlose sowie mehltauresistente Johannisbeerensorte zu züchten, gab es bereits im 19. Jahrhundert. 1922 gelang es Forschern erstmals eine neue Sorte zu entwickeln – die Jochelbeere. Jedoch dauerte es noch bis in die 1970er-Jahre, bis die Sorte angeboten werden konnte.

Der Hybrid vereint alle positiven Eigenschaften beider Beeren: Die dornenlosen Sträucher wachsen schnell und sind sehr ertragreich. Bei guter Pflege erreicht der Strauch eine Höhe und Breite von zwei Metern.

Übrigens: Blühende Jostasträucher sind eine wahre Insektenweide, die zahlreiche nützliche Bestäuber wie Bienen und Wespen anlocken.

Die ab Juli erntereifen Früchte ähneln vom Aussehen Schwarzen Johannisbeeren. Jedoch sind die schwarzen Beeren größer und schmecken süßer als ihre Verwandte. Die Früchte sind vielfältig in der Küche einsetzbar: Ob als Gelee, Likör oder im Kuchen - sie schmecken herrlich aromatisch und sind dazu reich an Vitamin C, sekundären Pflanzen- sowie Mineralstoffen.

Nicht umsonst gelten Jostabeeren als heimisches Superfood. Die kleinen Vitaminkugeln unterstützen das Immunsystem, fördern eine gute Verdauung und wirken entzündungshemmend.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Jochelbeeren schneiden?

Für eine ertragreiche Ernte ist es notwendig, dass Sie das Beerengehölz regelmäßig schneiden. Die modifizierte Schnittpflege beugt, wie beispielsweise beim Olivenbaum, ein zeitiges vergreisen und verkahlen der Pflanze vor. Das hält den Beerenstrauch vital und sichert Ihnen eine reiche Ernte.

Für den Jostabeeren-Rückschnitt kommen zwei Zeitpunkte infrage. Sobald die Sträucher im Sommer abgeerntet sind, können Sie die Gartenschere zücken. Haben Sie es nach der Ernte verpasst, ist der nächste ideale Zeitpunkt zeitgleich wie beim Apfelbaum schneiden der Winter.

Das richtige Werkzeug: sauber und scharf

Hobbygärtner, die regelmäßig Nutz- und Zierpflanzen schneiden, wissen, dass mit hochwertigem Werkzeug die Arbeit leichter von der Hand geht. Was für den Hibiskus-Rückschnitt gilt, gilt auch für die Jostabeere: Das Schneidewerkzeug muss scharf und sauber sein.

Schneiden Sie mit stumpfem Werkzeug, quetschen Sie das Gehölz und verursachen dadurch Verletzungen. Pilze und Keime haben so leichtes Spiel einzudringen und den Strauch zu schwächen. Gleiches gilt für unsaubere Schneidegeräte. Bevor Sie mit dem Schnitt beginnen, desinfizieren Sie Ihr Werkzeug, um mögliche Keime abzutöten.

Bei Ästen mit einem Durchmesser bis zu drei Zentimetern ist eine Bypass-Schere zu empfehlen. Sie hinterlässt ohne viel Kraftaufwand glatte Schnittwunden. Für dickere Äste eignet sich eine Klapp- oder Astsäge.

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Jostabeeren richtig schneiden – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Früchte des Beerenstrauchs wachsen an Kurztrieben am einjährigen sowie mehrjährigen Holz. Ein Schnitt ist jedoch erst ab dem dritten Standjahr notwendig. Mit einem regelmäßigen Rückschnitt lichten Sie das Gehölz aus und verjüngen es. Das regt die Bildung neuer Triebe und Blütenknospen an.

Das Schneiden ist relativ einfach und in drei Schritten geschafft. So gehen Sie am besten vor:

Schritt 1: Bevor Sie an alte Triebe gehen, entfernen Sie zunächst abgestorbenes Holz. Das erleichtert Ihnen den nächsten Schritt, da Sie die Äste besser auseinanderhalten können.

Schritt 2: Entfernen Sie erschöpfte Triebe, die kaum noch Früchte tragen und dem Strauch Energie entziehen. Solche alten Triebe erkennen Sie an der dunkelbraunen Färbung der Rinde. Je dunkler das Holz, desto älter ist es. Schneiden Sie alte Leittriebe bodennah ab und lassen keine Stummel stehen. Größere Schnittflächen sind Eintrittspforten für Pilzerkrankungen und sollten daher mit einem Wundverschlussmittel, beispielsweise Baumwachs, versorgt werden.

Schritt 3: Leiten Sie alle mehrfach verzweigten Seitentriebe ab. Schneiden Sie dazu den ältesten Seitentrieb an der Verzweigungsstelle ab. Ein jährlicher Rückschnitt zielt immer darauf ab, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen jungen und alten Trieben zu schaffen. Das fördert die Bildung neuer, starker Triebe, an denen in der nächsten Saison zahlreiche Früchte wachsen.

Jostabeeren ganz einfach vermehren

Sie wollen mehr von dieser köstlichen Beere haben? Jostabeeren lassen sich ganz einfach über sogenannte Steckhölzer vermehren. Schneiden Sie dazu zwischen September und April vom einjährigen Holz einen 15-30 Zentimeter langen Trieb mit mehreren Augen ab.

Stecken Sie das Steckholz bis zum obersten Auge in einen Topf mit Anzuchterde und gießen ihn. Stellen Sie ihn nun an einen warmen und hellen Standort. Nach etwa 14 Tagen entwickeln sich erste Wurzeln. Sobald erste Blätter austreiben, pflanzen Sie das junge Gewächs im Garten ein.

Eine weitere Möglichkeit, Jostabeeren zu vermehren, sind Absenker. Der Vorteil hierbei ist, dass der abgesenkte Trieb bis zur Ausbildung eigener Wurzeln von der Mutterpflanze versorgt wird. Für diese Methode wählen Sie einen langen Seitentrieb, den Sie bis zum Boden herunterziehen. Heben Sie an der Stelle, an der der Trieb die Erde berührt, eine Mulde aus. Legen Sie den Trieb hinein und bedecken ihn mit Erde. Damit er nicht wieder nach oben gezogen wird, beschweren Sie ihn mit einem Stein.

Nun heißt es: Regelmäßig gießen und geduldig warten, bis der Absenker Wurzeln bildet. Dies kann bis zu sechs Monaten dauern.

Unser Tipp: Absenker und Stecklinge sind frostempfindlich. Schützen Sie in den ersten beiden Jahren die Wurzel, indem Sie um die jungen Pflanzen Reisig, Laub oder Kompost ausbringen.

Hat der Ableger erfolgreich Wurzeln geschlagen und die ersten Blätter erscheinen, können Sie ihn ausgraben, von der Mutterpflanze trennen und an einem anderen Platz im Garten wieder einpflanzen.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Jostabeeren als Hochstamm zu kaufen?

Hochstämme sind besonders bei Zierpflanzen wie Rosen sehr beliebt, da sie auf engstem Platz ihre volle Wirkung entfalten. Auch Jostabeeren sind als Hochstamm erhältlich. Besonders für kleine Gärten sind sie ein Zugewinn: Sie liefern eine reiche Ernte auf kleinem Raum und ermöglichen aufgrund der praktischen Höhe eine bequeme Ernte. Aber: Die Pflanze neigt zu einem starken Wuchs und der Stamm kann ohne einen Stützpfahl das Gewicht nicht halten.

Um den Platz optimal auszunutzen, können Sie um den Stamm Knoblauch stecken oder Erdbeeren, Melisse und Pflücksalat pflanzen. Das sind gute Nachbarn, die sich gegenseitig im Wachstum fördern.

Kann ich Jostabeeren im Kübel kultivieren?

Grundsätzlich ist es möglich, einen Jostastrauch in einem Kübel zu kultivieren, wird jedoch nicht empfohlen. Die Pflanze bildet einen starken Wurzelballen aus und es erweist sich als schwierig, einen ausreichend großen Topf (mindestens 40 Liter Fassungsvermögen) zu finden. Weiteres Manko: Die Ernte fällt deutlich geringer aus als in Freilandhaltung. Zudem sieht der Strauch in einem Topf nicht sonderlich ansehnlich aus.

Sind Jochelbeeren winterhart?

Eine ausgewachsene Pflanze ist robust und verträgt kalte Jahreszeiten mit zweistelligen Minustemperaturen. Stecklinge und Kübelpflanzen brauchen dagegen einen Schutz, da sie empfindlicher sind. Decken Sie die Wurzeln mit einer Schicht aus Laub, Reisig oder Kompost ab. Kübel umwickeln Sie mit einem Vlies und stellen ihn auf ein Holzbrett, um das Wurzelwerk vor Kälte zu schützen.

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